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Quote bringt Landarzt-Nachwuchs auf die Dörfer

Vor allem im ländlichen Raum fehlen Ärzte – in Sachsen wollen mehrere Programme gegensteuern. Foto: Adobestock

Das Programm des Freistaats Sachsen setzt beim Hausarztmangel an. Inzwischen gibt es zwei weitere Initiativen.

Von Annett Kschieschan

 

In Sachsen fehlen – wie fast überall in Deutschland – Ärzte. Vor allem im ländlichen Raum ist das ein Problem. Und zunehmend sind auch Hausärzte als erste Ansprechpartner für alle Patienten rar. Sachsen versucht, mit der Landarztquote gegenzusteuern. Das Prinzip dahinter: Wer einen Medizinstudienplatz über die Quotenregelung bekommt, verpflichtet sich, nach Abschluss des Studiums und einer fachärztlichen Weiterbildung in der Allgemeinmedizin, für mindestens zehn Jahre in einem unterversorgten Gebiet im Freistaat als Hausarzt zu arbeiten.  Bewerber müssen einen Studieneignungstest absolvieren. Berücksichtigt werden aber zum Beispiel auch eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Gesundheitsberuf oder die Art und Dauer einer geeigneten freiwilligen oder ehrenamtlichen Tätigkeit. Um sich bewerben zu können, müssen nicht alle Kriterien erfüllt sein. Die endgültige Entscheidung fällt nach einem Auswahlgespräch.

Mit dem Studium sehr zufrieden

Wie das Angebot angenommen wird, zeigt ein Blick in den aktuellen Evaluationsbericht, der jetzt im Kabinett vorgestellt wurde. Von 2022 bis 2024 sei die Zahl der Bewerber und Bewerberinnen auf 130 Männer und Frauen gestiegen, 2026 gab es 100 Bewerbungen für die insgesamt 40 Studienplätze. „Diese Entwicklung dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass mittlerweile elf  Bundesländer eine Landarztquote eingeführt haben. Bei jeder dritten Bewerbung kann davon ausgegangen werden, dass sich die bewerbende Person auch in anderen Bundesländern beworben hat“, heißt es dazu aus dem Gesundheitsministerium.

Die Zufriedenheit mit dem Studium sei hoch. Nahezu alle der an der Befragung teilgenommenen Landarztstudierenden würden sich demnach erneut für ein Studium im Rahmen der Landarztquote entscheiden.

Derzeit gibt es 575 Menschen, die in den drei Nachwuchsprogrammen des Sozialministeriums und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen für die hausärztliche Versorgung studieren. Neben der Landarztquote sind das das Hausarztstipendium und das Medizinstudium an der ungarischen Universität Pécs sowie die neu eingeführte Landzahnarztquote.

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