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Konfliktmanagement: Mit diesen 7 Tipps lösen Sie Konflikte im Team

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Eine gute Kommunikation am Arbeitsplatz ist das A und O für einen guten Teamgeist. Nicht immer verläuft alles reibungslos in einem Team, das aus unterschiedlichen Persönlichkeiten besteht. Meinungsverschiedenheiten treten vermehrt auf, wofür Sie als Führungskraft eine Lösung finden müssen. Ein gut durchdachtes Konfliktmanagement im Unternehmen steuert dagegen, schafft Kompromisse und vermeidet eine Eskalation. Damit ein Konflikt gar nicht erst aufkommt oder eskaliert, finden Sie nachfolgend bewährte Methoden zur Konfliktlösung sowie 7 Praxistipps aus dem Konfliktmanagement.

Wie entstehen Konflikte am Arbeitsplatz und welche Konfliktarten gibt es?

Als Führungskraft haben Sie die Verantwortung für die Teamfähigkeit und Kommunikation im Team. Diverse Aspekte befeuern Missverständnisse oder den Mangel an Informationen, die zu Konflikten zwischen Ihren Mitarbeitern führen:

  • Die Kommunikation per E-Mail, Chatnachrichten oder Telefongesprächen im Homeoffice,
  • eine fehlende Aufgaben- und Rollenverteilung
  • oder ein zeitlicher Druck

Das alles kann mitunter Spannungen im Unternehmen auslösen, woraus dann verschiedene Konfliktarten resultieren können, wie etwa:

  • sachliche Konflikte (Streitigkeiten über sachliche Inhalte),
  • Konflikte in der Zielumsetzung (betriebliche Interessen und jene der Mitarbeiter sind nicht oder kaum vereinbar),
  • Rollenkonflikte (andere Erwartungen an ein Rollenbild),
  • Wertekonflikte (ausgelöst durch intra- oder interpersonelle Konflikte),
  • Beziehungskonflikte (auf Basis von Demütigung, Kränkung oder emotionaler Verletzlichkeit)
  • und Machtkonflikte (für den persönlichen beruflichen Aufstieg durch Kontrolle und Einfluss)

Was ist Konfliktmanagement?

Bekommen Sie ein Konfliktgespräch mit, ist es Ihr oberstes Ziel, eine Konfliktlösung zu finden. Das Konfliktmanagement bietet Ihnen verschiedene Methoden und Maßnahmen an, die während einer Auseinandersetzung oder als Prävention zur Konfliktvermeidung greifen. Um das Konfliktmanagement zu erlernen, können Sie auch Seminare und Schulungen zu diesem Thema besuchen.

Diese Methoden zur Lösung von Konflikten sind hilfreich

In diversen Seminaren über Konfliktmanagement begegnet Ihnen immer wieder der Name Friedrich Glasl. Der österreichische Ökonom und Politikwissenschaftler hat ein Modell über die drei Phasen der Eskalation aufgestellt, die er wiederum in neun Konfliktstufen einteilt. Die erste Phase betitelt Glasl mit der Win-win-Situation, bei der Konflikte durch Spannungen ausgelöst werden. In dieser Phase ist noch alles offen, während in der zweiten Phase Gewinner und Verlierer auszumachen sind und in der dritten Phase es nur noch Verlierer gibt.

Bei der Harvard-Methode ist das Ziel, eine Win-win-Situation für alle Beteiligten zu erreichen. Die vier Prinzipien der Methode basieren darauf, dass jeder sein Gesicht wahrt und die Interessen aller berücksichtigt werden.

Um sich auf eine Mediation in der Praxis vorzubereiten, sollten Sie

  • selbst bei kleinen Spannungen frühzeitig handeln,
  • Ruhe bewahren und Emotionen außen vor lassen,
  • fair, neutral und sachlich während des angestrebten Konfliktgesprächs bleiben,
  • eine Konfliktlösung mit einem guten Kompromiss für alle Beteiligten finden
  • sowie eine offene Kommunikation zur Prävention anregen.

7 Tipps zur Konfliktbewältigung für Führungskräfte im Team

Im Folgenden finden Sie sieben Tipps für ein gelungenes Konfliktmanagement, die Sie in der Praxis anwenden können.

1.Spannungen feststellen

Als Führungskraft sollten Sie im Auge behalten, wenn sich kleine Spannungen im Team aufstauen. Handeln Sie frühzeitig und regen Sie zu einer fairen und offenen Auseinandersetzung an, bevor es zu größeren Konfliktsituationen kommt. Selbst Kleinigkeiten können zu Spannungen führen, die sich negativ auf die Kommunikation auswirken.

2. Einen Termin vereinbaren

Haben Sie Spannungen zwischen zwei oder mehreren Parteien in einer bestimmten Situation festgestellt oder ist Ihnen davon berichtet worden? Dann gehen Sie konkret auf die Personen zu und vereinbaren Sie einen Termin. So erhält jeder die Möglichkeit, sich auf das Konfliktgespräch vorzubereiten und einzulassen. Überfordern Sie Ihre Mitarbeiter nicht, indem Sie ein sofortiges Treffen arrangieren. Geben Sie ihnen etwas Zeit, sich mit dem Konflikt im Vorfeld auseinanderzusetzen.

3. Ruhe bewahren im Konfliktgespräch

Nicht immer verläuft ein Konfliktgespräch ruhig und gesittet ab. Bei einer hitzigen Diskussion ist es Ihr oberstes Ziel, die Ruhe zu bewahren und Neutralität an den Tag zu legen. Das erreichen Sie einerseits durch Ihre Körpersprache, Betonung und Mimik und andererseits durch Ihre Wortwahl. Seien Sie der Fels in der Brandung, an den sich die Mitarbeiter wenden und auf eine Lösung hoffen.

4. Gutes Zuhören und die eigene Wahrnehmung vermitteln

Bei der Konfliktbewältigung ist es wichtig, ein guter Zuhörer zu sein. Seien Sie ein vorbildhaftes Beispiel und nehmen Sie keine abwehrende Haltung ein. Stattdessen sind Sie offen Ihrem Gesprächspartner gegenüber und geben ihm das durch bestimmte Signale zu verstehen. Beziehen Sie konkret Stellung und vermitteln Sie ihm durch Ich-Botschaften Ihre eigene Wahrnehmung. Besonders hilfreich ist es, wenn Sie Fragen zum Nachdenken einbauen.

5. Die Ursache finden

Versuchen Sie im Konfliktgespräch herauszufiltern, was die Gründe für den Konflikt sind. Dafür können Sie beide Seiten anhören und diese einer bestimmten Konfliktart zuordnen. Greifen Sie auch auf die Harvard-Methode oder auf das Phasenmodell von Glasl zurück, das unter anderem auf die ungleichen Interessen und unerfüllten Wünsche eingeht.

6. Absichten erklären und Lösungen finden

Nachdem beide Konfliktparteien zu Wort gekommen sind und Sie die Ursache ermittelt haben, ist es an der Zeit, ein gemeinsames Ziel festzulegen. Erklären Sie Ihre Absichten und unterbreiten Sie Lösungsvorschläge, die im Interesse beider Konfliktparteien sind.

7. Hilfe annehmen

Nicht immer ist bei einem Erstgespräch eine Lösung in Sicht, weshalb Sie unbedingt einen weiteren Termin vereinbaren sollten. Dann haben die Parteien Zeit, über das Gesprochene nachzudenken und eigene Lösungsansätze auszuarbeiten.

Ist es Ihnen als Führungskraft aus diversen Gründen nicht möglich, das Konfliktmanagement persönlich zu übernehmen? Dann vereinbaren Sie eine Mediation mit einem neutralen Moderator, der die Konfliktparteien zusammenführt und nach einer gemeinsamen Lösung sucht.

Fazit

Konfliktmanagement bietet die Basis für eine gute Kommunikation und einen offenen Meinungsaustausch am Arbeitsplatz. Nicht immer ist es für Sie als Führungskraft einfach, die vorgefallenen Konfliktsituationen in Unternehmen nachzuvollziehen. In einer Mediation führen Sie die Parteien zusammen, die die Situation schildern. Gemeinsam suchen Sie nach einem Kompromiss und einer Konfliktlösung.

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