Prüfungsstart in den Gesundheitsfachberufen
In der Pflege wird Nachwuchs gebraucht. In Sachsen stellen sich in den nächsten Wochen tausende Azubis den Abschlussprüfungen in den Gesundheitsfachberufen. Foto: Adobestock
Rund 4.000 Auszubildende in Sachsen stehen kurz vor ihrem Fachabschluss. Ihre Chancen stehen gut.
Ergotherapeuten, Notfallsanitärer, Hebammen, Logopäden, Diätassistenten – sie alle arbeiten in einem sogenannten Gesundheitsfachberuf. Und viele von ihnen werden auch in Sachsen dringend gebraucht. In dieser Woche haben im Freistaat die Prüfungen für alle bundesrechtlich geregelten Gesundheitsfachberufe begonnen. Insgesamt rund 4.000 Auszubildende müssen dann ihr Wissen schriftlich, mündlich und in der Praxis unter Beweis stellen. Organisiert wird das Ganze von der Landesdirektion Sachsen (LDS) als zuständiger Prüfbehörde. „Die staatlichen Prüfungen stellen sicher, dass Absolventinnen und Absolventen gut auf ihren verantwortungsvollen Beruf vorbereitet sind. Gerade in Zeiten, in denen qualifiziertes Personal im Gesundheitswesen dringend gebraucht wird, ist diese Aufgabe besonders wichtig“, so LDS-Präsident Béla Bélafi. Die LDS stellt unter anderem die Prüfungsausschussvorsitzenden, bewertet die Prüfungsanträge der Schüler, bestellt die Fachprüfer in die Prüfungsausschüsse, bestätigt Prüfungstermine, stellt die Prüfungsergebnisse fest, teilt diese schriftlich bei erfolgreicher Teilnahme als Zeugnis mit oder informiert bei Nichtbestehen über die Prüfungsnoten, sie bearbeitet Widersprüche und nimmt anlassbezogen an praktischen und mündlichen Prüfungen teil.
Rund 75 Prozent bestehen im ersten Anlauf
Die fachliche Durchführung und Abnahme der Prüfungen erfolge durch die jeweiligen Prüfungsausschüsse an den Berufsfachschulen und in den Ausbildungseinrichtungen. Mit rund 2.800 Teilnehmern ist die Pflegeausbildung nach Angaben der LDS der größte Bereich, gefolgt von der Physiotherapie mit rund 700 und der Ergotherapie mit etwa 500 Prüflingen.
In den vergangenen fünf Jahren haben sachsenweit rund 20.000 Menschen ihre Prüfungen in einem Gesundheitsfachberuf absolviert. Im Durchschnitt sind rund 75 Prozent dabei im ersten Durchgang erfolgreich. Eine Wiederholung der Prüfung ist auf Antrag möglich. (an)