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So wird der Weg zum Job einfacher

Wer aus dem Ausland kommt, scheitert hierzulande oft an bürokratischen oder institutionellen Hürden. Ein neues Serviceportal soll Abhilfe schaffen. Symbolfoto: Adobestock

Mit einem neuen Online-Portal will das sächsische Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit Menschen aus dem Ausland helfen, schnell eine Ausbildung oder eine Arbeitsstelle zu finden.

 

Am 1. Juni ist das Serviceportal „Willkommen in Sachsen“ gestartet. Menschen aus dem Ausland finden hier schnell Orientierung bei der Suche nach Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsplätzen in Sachsen sowie einen Überblick über Unterstützungsangebote. Initiiert wurde das Projekt vom Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit (ZEFAS). Es richtet sich an Menschen, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben und noch Deutsch lernen. Zentraler Bestandteil ist der Selbsttest „Darf ich arbeiten?“. Er stellt schon nach der Beantwortung weniger Fragen fest, ob der Weg in den Arbeitsmarkt direkt möglich ist oder ob zuvor noch bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssen.

„Viele Menschen mit Fluchthintergrund bringen berufliche Erfahrungen, Qualifikationen und Motivation mit. Damit daraus Beschäftigung in Sachsen wird, braucht es Orientierung durch verständliche Informationen“, erklärt Sebastian Vogel, Behördenleiter ZEFAS. Genau hier setze das neue Portal an, „denn die Menschen brauchen Chancen, und wir in Sachsen brauchen Fach- und Arbeitskräfte“.

Viele Partner mit im Boot

In Sachsen haben nach Angaben des Zentrums rund 200.000 Menschen eine Fluchtgeschichte. Wie Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen, erschweren vielen von ihnen vor allem die institutionellen Hürden die Aufnahme einer Ausbildung oder eines Arbeitsverhältnisses. Das Serviceportal soll Abhilfe schaffen und so auch einen Betrag dazu leisten, dem Fach- und Arbeitskräftemangel zu begegnen. Bundesweit haben knapp 17 Prozent aller Beschäftigten Migrationshintergrund, in Sachsen sind es aktuell 9,5 Prozent.

Das neue Serviceportal ist ab sofort erreichbar. Die Erweiterung um weitere Sprachvarianten werde derzeit vorbereitet, heißt es. Die Inhalte des Portals wurden im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei und in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, dem Sächsischen Staatsministerium des Innern, dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz erstellt. (an)

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