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Mehr Transparenz für das perfekte Match

Weniger ist mehr – beim Thema Berufsausbildung setzt man sich in Sachsen für eine Reduzierung der Lehrberufe inklusive ihrer zahlreichen Spezialisierungen ein. Symbolfoto: Adobestock

Junge Leute fühlen sich bei der Lehrstellensuche oft nicht ausreichend informiert.  Das kann im schlimmsten Fall zum Abbruch der Ausbildung führen.

 

Nur wer gut informiert ist, kann auch gute Entscheidungen treffen. Das gilt für die meisten Lebensbereiche, besonders aber auch für den Start ins Berufsleben. Und hier gibt es offenbar durchaus Luft nach oben, wie eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) nahelegt. So gaben 95 Prozent der dafür befragten jungen Menschen zwischen 14 und 25 Jahren an, dass sie vor der Entscheidung für eine Ausbildung gern genau über die entsprechende Vergütung Bescheid wissen wollen. „Allerdings stellen nur knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen diese Angaben vor einem Bewerbungsgespräch bereit“, heißt es in der Auswertung der Untersuchung.  Eine große Diskrepanz gibt es auch, wenn es um die Beschreibung konkreter Tätigkeiten und Aufgaben während der Lehre geht. Auch hier machen längst nicht alle Unternehmen die entsprechenden Informationen transparent.

Sehr groß sei die Übereinstimmung indes beim Betriebsklima. Es ist für 97 Prozent der potenziellen Azubis sehr wichtig – und wird auch von fast allen Unternehmen offensiv beworben.

Ausbildungsabbrüche vermeiden

Weil abgebrochene Ausbildungen nicht nur individuell frustrierend sein können, sondern die Unternehmen auch entsprechend Geld kosten, sei es wichtig, von Anfang an auf klare Informationen zu setzen.  „Damit Ausbildungsbetriebe und potenzielle Auszubildende wieder häufiger zusammenfinden, sollten die Unternehmen in ihrem Ausbildungsmarketing noch häufiger auf die Informationen eingehen, die für junge Menschen wichtig sind. Sie sollten transparenter machen, wie das Bewerbungsverfahren abläuft, was die Ausbildung bei ihnen attraktiv macht, wie der Arbeitsalltag aussieht und welche Perspektiven es für die Zeit nach der Ausbildung gibt – und das so konkret wie möglich”, sagt Dirk Werner, Leiter des Clusters Berufliche Qualifizierung und Fachkräfte beim IW.

Letzteres dürfte auch in Zeiten der wirtschaftlichen Krise, die vielfach auch mit dem Abbau von Arbeitsplätzen verbunden ist, besonders wichtig sein.

Von Annett Kschieschan

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