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Gute Chancen auf die Traum-Lehrstelle

Welcher Beruf passt am besten? Diese Frage ist für junge Leute oft nicht leicht zu beantworten. In Sachsen bieten Jugendberufsagenturen und Online-Plattformen Orientierung. Foto: Adobestock

Die Zahl der ausgeschriebenen Ausbildungsplätze in Sachsen sinkt leicht. Noch ist das Angebot trotzdem groß – vor allem in bestimmten Berufen.

Wer in Sachsen eine Lehrstelle sucht, hat die Wahl. Die aktuellen wirtschaftlichen Krisenlagen haben zwar durchaus Auswirkungen auf die Ausbildungsbereitschaft hiesiger Unternehmen, noch seien die Chancen für den Nachwuchs aber gut, so die Einschätzung der Arbeitsagentur Sachsen in einer Zwischenbilanz. So seien im März von rund 9.600 Lehrstellen unbesetzt gewesen, während 9.700 Jugendliche noch keinen Ausbildungsvertrag hatten. Klaus Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, ermuntert junge Leute dazu, offen für verschiedene Optionen zu sein. „Mir ist es wichtig, dass niemand auf der Strecke bleibt. Auch wenn es mit dem Traumberuf nicht gleich klappt, kann alternativ Plan B eine ebenso gute Wahl sein“, sagt er.

Weniger Lehrstellen gemeldet

Seit Oktober 2025 haben sich in Sachsen insgesamt 14.066 Mädchen und Jungen in den insgesamt 13 Jugendberufsagenturen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz beraten lassen. Gleichzeitig wurden den sächsischen Arbeitsagenturen 15.391 Lehrstellen gemeldet – vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Sachsenweit gibt es rund 17.000 Ausbildungsbetriebe. Sie ringen oft um passenden Nachwuchs und bieten jungen Leuten daher inzwischen oft viele Möglichkeiten der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. Bei der Arbeitsagentur verweist man darauf, dass neben der Familie oft auch Hobbys die Berufswahl beeinflussen, und nennt als Beispiel das Chemnitzer Basketball-Team Niners. Aus dem Verein heraus entstand eine eigene Academy, die junge Sportler auf dem Weg zum Traumberuf unterstützt.

Angebot und Nachfrage passen nicht immer zusammen

Nicht immer passen freilich Angebot und Nachfrage zusammen. So wollen sächsische Jugendliche am liebsten Verkäufer, Kfz-Mechatroniker oder Kaufleute in Büro und Einzelhandel werden. Die meisten freien Stellen bei vergleichsweise wenig Bewerbern gibt es indes im Fleischerei-Fachverkauf, im Beton- und Stahlbau oder auch bei der Bahn.

Die Arbeitsagenturen beraten nicht nur in den Jugendberufsagenturen, sondern auch über das Berufenet und eine eigene Plattform zur Berufsorientierung. Zusätzlich bietet die sogenannte Assistierte Ausbildung weitere Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen und Azubis.

Von Annett Kschieschan

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