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Leipziger Hochschule startet bundesweit einzigartigen Studiengang

Mit dem neuen Studiengang schöpfe man „das wahre Potenzial von Drucktechnik aus“, sagt Prof. Ingo Reinhold von der HTWK. Foto: Anne Schwerin/HTWK Leipzig

Die HTWK bietet im Wintersemester erstmals das Bachelor-Studium „3D-Druck & Funktionale Oberflächen“ an.

 

Ob in 2 oder in 3D – in der modernen Fertigung geht nichts ohne die perfekte Drucktechnik. An der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Leipzig startet in diesem Jahr ein deutschlandweit einzigartiger Studiengang, der hier ansetzt. Unter der Bezeichnung „3D-Druck & Funktionale Oberflächen“ sollen in einem ganzheitlichen Technologieansatz „umfassende Kompetenzen in zwei- und dreidimensionalen, additiven Fertigungsverfahren“ vermittelt werden, heißt es in einer Presseinformation der Hochschule. „Mit diesem Studiengang schöpfen wir das wahre Potenzial von Drucktechnik aus. Ob mit analogen oder digitalen Verfahren, ob in 2D oder ganz oft hintereinander in 3D – gedruckte Schichten sind heute eine Schlüsselkomponente vieler Produkte in der industriellen Fertigung. Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs verstehen Materialien, können neue Anwendungen entwickeln, die technische Umsetzung im Produktionsprozess realisieren und so die Zukunft der Industrie maßgeblich mitgestalten”, so Prof. Dr. Ingo Reinhold, Studiendekan und Professor für Beschichtungsprozesse.

Intelligente Anwendungen entwickeln

Im Studium werde der gesamte Prozess von der Konstruktion bis zum finalen 3D-Objekt betrachtet. Die Studierenden lernen unter anderem, welche Materialien sich kombinieren lassen und wie 3D-Drucker funktionieren, um völlig neue Funktionssysteme und intelligente Anwendungen für 3D-Druck entwickeln zu können. Das Besondere: Mit dem 3D-Druck lässt sich nahezu alles erschaffen – von „komplexen Mikrostrukturen bis zu Filmkulissen und Raketentriebwerken“. Das ermögliche nicht nur Produkte, „die bisher schwierig oder gar nicht hergestellt werden konnten, es erlaubt auch Individualisierung ohne Mehrkosten und die Funktionalisierung gedruckter Objekte durch die Kombination verschiedener Materialien“, heißt es weiter. Da nur dort Material verwendet wird, wo es wirklich gebraucht, reduziert sich der Abfall verglichen mit klassischen Fertigungsverfahren.

Das Studium wird in sieben Semestern – inklusive eines Praxissemesters – absolviert. Am Ende steht der akademische Grad des Bachelor of Engineering. Bewerbungen für den Studiengang sind bis 15. Juli hier möglich. Wer mehr über Inhalte und berufliche Perspektiven des neuen Bachelor-Studiums wissen will, sollte sich den Leipziger Hochschultag am 9. Mai vormerken. (an)

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