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Gemeinsam lernen dies- und jenseits der Grenze

Mit- und voneinander lernen – die Interreg-Projekte machen das möglich. In Sachsen und Tschechien sind gleich mehrere spannende Vorhaben geplant. Symbolfoto: Adobestock

Das Programm Interreg Sachsen – Tschechien ermöglicht noch bis 2027 die Umsetzung innovativer Weiterbildungsprojekte.

Leben und arbeiten dies– oder jenseits der Grenze – das ist für viele Menschen in Sachsen und Tschechien längst Normalität. Und Lernen? Das Thema Weiterbildung wird im Berufsleben immer wichtiger. Und nach dem jüngsten Beschluss des Begleitausschusses des Programms Interreg Sachsen – Tschechien 2021–2027 zur Förderung von 14 neuen grenzüberschreitenden Projekten eröffnen sich hier gleich mehrere neue Möglichkeiten.  So entwickeln die Westsächsische Hochschule Zwickau und die Berufsschule in Cheb im Projekt „Intermezzo“ gerade ein deutsch-tschechisches Weiterbildungsangebot im Musikinstrumentenbau. Ziel sei es, dem Fachkräftemangel in der traditionsreichen Branche entgegenzuwirken und junge Menschen zusätzlich zu qualifizieren.  Das soll über praxisnahe Workshops, Projektwochen und digitale Lernangebote geschehen. Im Idealfall erwerben die Teilnehmer sowohl wissenschaftliche als auch handwerkliche Kompetenzen. Ergänzend sollen Lehrmaterialien und Austauschformate entwickelt werden die langfristig in die Ausbildung einfließen sollen. Die EU unterstützt das Projekt mit 228.000 Euro.

Chance für die Kreativwirtschaft

Mit dem „Saxon-Czech Innospace“ wird von der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, dem Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen, der AHK Services s.r.o. und der Plattform Kreativni.uk ein weiteres ehrgeiziges Weiterbildungsprojekt umgesetzt. Ziel ist hier der Aufbau eines „grenzüberschreitenden Innovationsökosystems für kleine und mittlere Unternehmen in der sächsisch-tschechischen Grenzregion“. Betriebe aus der Kultur- und Kreativwirtschaft können hier Impulse für Innovationen in anderen Branchen geben. In gemeinsamen Innovationswerkstätten sollen Unternehmen aus beiden Ländern neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln und erproben. Austausch- und Beratungsformate, Online-Lernangebote sowie eine digitale Wissensplattform ergänzen das Vorhaben, das mit rund 892.000 Euro aus EU-Mitteln unterstützt wird.

„Die neuen Projekte bringen Ideen in die Region, stärken den Zusammenhalt und schaffen greifbaren Nutzen für die Menschen auf beiden Seiten der Grenze. Unsere Grenzregionen, die im Freistaat allesamt im ländlichen Raum verortet sind, brauchen verlässliche Partnerschaften und pragmatische Lösungen für ihre sehr speziellen Herausforderungen. Gut, dass es dafür Interreg gibt – ein weiterer guter Grund, dass wir diese Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Partnern entschlossen fortführen“, so Staatsministerin Regina Kraushaar.

Insgesamt stehen im Förderzeitraum rund 12,91 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

 

Von Annett Kschieschan

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