Wie Sachsen die Ausbildung auch in Krisenzeiten stärken will
Ausbildung in Krisenzeiten erfordert auch mehr Investitionen in die Strukturen. In Sachsen sind diese geplant. Symbolfoto: Adobestock
Die aktuellen Zahlen zeigen: Es werden weniger Lehrstellen angeboten. Mit Investitionen und besonderen Unterstützungsangeboten soll gegengesteuert werden.
Sachsens Wirtschaft kämpft gegen viele Krisenlagen. Das hat auch Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt. So zeigt ein Blick in die aktuelle Statistik der Regionaldirektion Sachsen der Arbeitsagentur, dass die Zahl der angebotenen Lehrstellen im Freistaat rückläufig ist. Seit Oktober 2025 wurden demnach 15.391 Ausbildungsplätze gemeldet, das sind vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum und elf Prozent weniger im Vergleich zu 2024.
„Wenn immer weniger Betriebe ausbilden, stehen wir alle vor einem Problem – denn weniger Azubis heißt künftig auch weniger Fachkräfte“, konstatiert Wirtschaftsminister Dirk Panter. Gerade deshalb müsse auch in Krisenzeiten gelten: „Ausbildung lohnt sich! Sie eröffnet den Unternehmen Zukunfts-Chancen und macht Sachsen auch künftig stark.“ Der Minister verweist darauf, dass Azubis mehr einbringen als sie kosten. Zum Beispiel, weil so der eigene Nachwuchs direkt im Betrieb heranwachse.
Zukunftspaket soll mehr als Zeichen setzen
Panter weiter: „Diesen klaren Vorteil von eigener Ausbildung zu erkennen, fällt in der aktuell wirtschaftlich herausfordernden Zeit sicherlich nicht leicht“. Deshalb setze man auf die Auswirkungen des Zukunftspaktes I, das etwa durch Investitionen in überbetriebliche Berufsbildungsstätten auch die Ausbildungsbetriebe kann.
Zudem will der Freistaat die Unterstützungsmöglichkeiten für junge Leute verbessern, auch für Menschen mit Migrationshintergrund. Hier sollen die Jugendberufsagenturen gestärkt werden. Das Wirtschaftsministerium fördert den Ausbau der Agenturen, die potenziellen Azubis eine „passgenaue Begleitung“ ermöglichen. Auch die Arbeitsmarktmentoren bieten zugewanderten Menschen besondere Beratungsangebote. (an)