Verhaltener Optimismus zum Jahresbeginn
Endlich Hoffnung für die Wirtschaft? Für 2026 stehen die Zeichen zumindest besser als in den vergangenen Jahren. Symbolfoto: Adobestock
Erste Prognosen gehen von einem leichten Wirtschaftswachstum aus. Neue Jobs sollen 2026 ebenfalls entstehen. Das gilt auch für Sachsen – allerdings nur in einigen Branchen.
Das neue Jahr ist mit verhaltenem Optimismus gestartet. Für 2025 errechnete das Statistische Bundesamt jetzt auf vorläufiger Basis ein – wenn auch kleines – Wirtschaftswachstum für Deutschland. Der Wert von 0,2 Prozent macht die aktuellen Probleme, auch in Sachsen, nicht kleiner. Aber er kann aus Expertensicht ein Zeichen für den lange erwarteten Richtungswechsel sein. Eine aktuelle Umfrage des Instituts für Wirtschaft (IW) ergab kurz vor dem Jahreswechsel, dass 22 von 46 Wirtschaftsverbänden 2026 mit einem Stellenabbau rechnen, neun erwarten einen Mitarbeiterzuwachs, 15 gehen von einer stabilen Beschäftigung aus. Mit eher schlechten Prognosen sind demnach Automobilbau, Papierherstellung und Textilindustrie ins neue Jahr gestartet.
Gute Chancen im Silicon Saxony
In der Halbleiterbranche werden indes Fachkräfte gebraucht, was dank der neuen Chipfabrik in Dresden und weiterer Investitionen im Silicon Saxony vor allem für Sachsen eine gute Nachricht ist. Auch im Dienstleistungsbereich wird eine positive Entwicklung erwartet, zum Teil gilt das ebenso für die Baubranche
„Insgesamt haben sich aber die Geschäftsaussichten gegenüber 2025 verbessert: 19 von 46 Verbänden erwarten im neuen Jahr eine höhere Produktion als 2025, nur neun rechnen mit einem Rückgang. Der Erwartungssaldo ist damit erstmals seit Jahren positiv“, heißt es in einer Analyse des IW. Die deutsche Wirtschaft stabilisiere sich „auf niedrigerem Niveau“, so IW-Direktor Michael Hüther. Die Politik müsse aber dringend weiter aktiv werden, um den Wirtschaftsstandort zu stärken.
Von Annett Kschieschan