Lernen über Grenzen hinaus

Die Welt entdecken und dabei etwas lernen - diese Möglichkeit haben auch Azubis und Berufseinsteiger in Handwerksberufen. Foto: Adobestock

Schon in der Lehre über den Tellerrand schauen – diese Möglichkeit können junge Leute aus Sachsen auch im Handwerk nutzen.

Ein Austauschjahr in England, ein Semester in den USA – in der Schulzeit und im Studium sind Auslandsaufenthalte bekannt. Und in der Ausbildung? Sind sie ebenso möglich. Dass auch Lehrlinge in Handwerksberufen sowie junge Fachkräfte eine Zeitlang Praxisluft im Ausland schnuppern können, weiß längst noch nicht jeder Berufseinsteiger. Die Handwerkskammer Dresden hat in diesem Jahr insgesamt 89 solcher Initiativen organisiert und betreut. 61 Mal schickte die Kammer selbst Nachwuchs ins Ausland, unter anderem nach Frankreich, Schweden, Italien, Kanada, Irland Norwegen oder Malta. 28 Mal waren die Sachsen Gastgeber, in erste Linie für junge Handwerker aus den französischen Regionen Bordeaux und Toulouse, mit denen die Handwerkskammer Dresden enge Beziehungen pflegt.

„Ein Auslandspraktikum bietet Vorteile für beide Seiten: der Teilnehmer erlernt neue Arbeitstechniken kennen und stärkt sein Selbstbewusstsein, ebenso kann der Ausbildungs- bzw. Handwerksbetrieb von den neu gewonnenen Kompetenzen und Kontakten profitieren“, so Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden.

22 junge Leute, die in diesem Jahr ein Auslandspraktikum absolviert haben, erhielten jetzt ihre „Europässe Mobilität“. Sie dokumentieren, welche konkreten fachlichen Erfahrungen im Ausland gesammelt wurden.

Die ersten Austauschprojekte hat die Handwerkskammer Dresden schon 1999 begleitet. Seit 2001 gab es insgesamt 873, davon 386 Austausche mit Frankreich. Die Auslandsaufenthalte werden durch die Programme Erasmus+ und ProTandem gefördert.