Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland

Vom Klassenzimmer ins Geschäftsleben

Rund 150 Schülerfirmen sind bei der eigens dafür eingerichteten sächsischen Servicestelle registriert. Die Berufsorientierung der etwas anderen Art wird auch finanziell unterstützt.

Früh übt sich … das gilt für viele Berufsbilder und auch für das Unternehmertum an sich. Wer eine Firma gründen und führen möchte, muss vieles beachten. Einen Vorgeschmack aufs echte Business-Leben vermitteln Schülerfirmen. Der Freistaat Sachsen unterstützt 39 von ihnen im laufenden Schuljahr mit insgesamt 34.443 Euro. Von dem Geld profitieren konkret Schülerinnen und Schüler an 17 Oberschulen, elf Gymnasien, drei Förderschulen, zwei Berufsschulen und fünf Schulzentren. Ob sie die Unterstützung in die Firmengründung, den Ausbau oder eine Spezialisierung stecken, ist den Nachwuchs-Unternehmern selbst überlassen. Allerdings musste sie im Vorfeld eine überzeugende Geschäftsidee mit Kostenplanung vorlegen.

Schülerfirmen vermitteln jungen Menschen frühzeitig unternehmerisches Denken, Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit. Sie verbinden Lernen mit Praxis und geben das Selbstvertrauen, eigene Ideen umzusetzen. Mit der Förderung stärken wir die wissenschaftliche Bildung und Eigeninitiative sächsischer Schülerinnen und Schüler. Ich danke den Lehrkräften, Praxisberatern und allen anderen Beteiligten, die die Schülerinnen und Schüler bei der Umsetzung unterstützen“, so Sachsens Kultusminister Conrad Clemens.

Von der Gravur bis zum Möbelbau

So seien die Geschäftsideen der Schülerfirmen „ausgesprochen vielfältig“. Stark vertreten ist das Thema Pausenversorgung. Und hier steht auch die Nachhaltigkeit im Fokus. Mehrere Schülerfirmen planen demnach, ihre „Produkte selbst anzubauen, Naturprodukte anzubieten oder Lebensmittel vor dem Verfall zu bewahren“. Dazu kommen kreative Ideen aus dem Handwerksbereich – von der Gravur bis zur Möbelherstellung. Veranstaltungstechnik, 3D-Druck sowie Reparatur- und IT-Serviceleistungen im schulischen Kontext sind weitere Themenbereiche der jungen Unternehmen.

In Sachsen gibt es eine Servicestelle für Schülerfirmen. Sie erbringt im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die Schülerfirmen in Sachsen und wird durch die Landesarbeitsstelle Schule – Jugendhilfe Sachsen betrieben. Rund 150 Schülerfirmen sind dort derzeit registriert. In der entsprechenden Datenbank können sich die Unternehmen neu aufnehmen lassen oder mit Hilfe eines Formulars Änderungen an der vorhandenen Eintragung vornehmen und ein Firmenlogo- und einen Slogan hinterlegen. „Das ist eine gute Möglichkeit, um überregional auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen und Kontakte zu anderen Schülerfirmen in der Region oder mit ähnlichen Geschäftsideen zu knüpfen“, heißt es aus dem Ministerium.

 

Von Annett Kschieschan

// code is done in IVWJavascriptPreload